Das Baby

Als du auf den Link zu dieser Seite geclickt hast, wirst du dich sicherlich gefragt haben, was es mit diesem Baby auf sich hat. Die Story ist etwas länger und für Außenstehende vielleicht nicht ganz so lustig. Aber ich werde mein Bestes versuchen, sie halbwegs interessant rüber zu bringen. Ansonsten, scrolle einfach runter und schau dir nur die Fotos an 😉

Alles begann vor ein paar Jahren, im Dezember 2011. Es war Zeit für die alljährliche Firmenweihnachtsfeier. Ich war noch BA-Studentin und hatte das Glück, dass ich ein paar meiner Kollegen gleichzeitig zu meinen Freunden zählen durfte.

Da waren wir also, jeder mit einem Gläschen in der Hand, alles alkoholfrei versteht sich. Wir standen um einen Tisch mit Schirm herum und analysierten gerade das chaotische Schrottwichteln. Während wir nun also lachten, fällt plötzlich von diesem Schirm ein Plastikbaby, das bis dahin keinem aufgefallen war, herunter. Und wo bleibts liegen? Natürlich vor mir.

Aber warum ist das jetzt eigentlich so etwas besonderes? Die oben erwähnte Firma ist sehr familienfreundlich und zu dem Zeitpunkt war bis auf sehr wenige Ausnahmen fast jede weibliche Angestellte bereits mindestens einmal schwanger. Ich war natürlich eine dieser Ausnahmen und hatte auch nicht vor das in der Zukunft zu ändern. Einer von den besagten Freunden, nennen wir ihn einfach Mr Lombardi, Datenschutz und so, hat es sich damals zur Aufgabe gemacht, mich genau damit aufzuziehen. Er war der Überzeugung, dass ich irgendwann meine Einstellung ändern und auch Kinder haben wollen würde.

Zurück zu dem Moment als dieses sehr unschöne Plastikbaby genau vor mir auf diesem Tisch lag und mich förmlich anstarrte. Natürlich war genau diese Situation für Mr Lombardi ein Zeichen und damit Bestätigung seiner verrückten Theorie. Also haben wir alle kurz gewitzelt und ausgiebig darüber gelacht. Ich für meinen Teil hatte dieses Baby über das darauffolgende Wochenende schon wieder komplett vergessen, v.a. weil ich etwas mit den Folgen der intensiven Weihnachtsfeier und natürlich auch heftig mit Studieren zu tun hatte.

Dann kam der von mir stets freudig erwartete Montag Morgen. Ich komme im Büro an und war gerade dabei, meinen PC zu starten. Und da war es, auf meinem Schreibtisch sitzend, und starrte mich an: dieses wirklich unschöne Plastikbaby. Mr Lombardi hatte es am vergangenen Freitag mit eingesteckt, denn für ihn gehörte dieses Baby nun zu mir. Anfangs hat mich das Ganze eigentlich nur genervt, denn dieses Baby war wirklich nicht schön und ernsthaft, wer möchte denn so ein Plastikbaby haben? Deshalb tat ich auch irgendwann so als ob ich es weggeschmissen hätte. Das schlug damals ganz schön auf Mr Lombardis Gemüt. Eigentlich hatte ich es ja nur im Schrank hinter seinem Schreibtisch versteckt, aber das sollte er erst Wochen später herausfinden. Und so hat das damals alles angefangen, glaube ich, denn von dem Zeitpunkt an würde dieses Baby auf die unterschiedlichsten, mehr oder weniger lustigen, Arten und Weisen zwischen Mr Lombardi und mir hin und her gehen.

Eine der kreativsten Ideen ist wohl immer noch das Paket, das ich damals zu meinem Geburtstag erhalten habe. Ich arbeitete erst seit ein paar Monaten bei einer neuen Firma und war völlig überrascht überhaupt ein Paket dorthin geschickt zu bekommen. Ich brauche wohl nicht erzählen, was in diesem Paket verschickt wurde, oder?

Das letzte Mal, als sich das Baby nun schon eine ganze Weile in meiner Obhut befand, überlegte ich gerade wie ich es möglichst unauffällig an Mr Lombardi zurückgeben könnte, damit ich es endgültig bis zum Start unserer Reise los haben würde. Keine Ahnung, was damals über mich gekommen ist, aber auf einmal gefiel mir die Idee das Ding mit auf die Reise zu nehmen, schon allein um wenigstens einen hin und wieder mit Fotos zum schmunzeln zu bringen. So reist es also nun mit uns, als kleines Plastikmaskottchen.

Yoshi

Baby’s bester Freund ist Yoshi. Deshalb wirst du in der Bildergalerie unten auch einige Fotos mit ihm sehen. Warum das nun noch, wirst du dich wahrscheinlich fragen? Sagen wir mal so, Christian gefiel die Idee, dieses Baby mitzuschleppen ganz und gar nicht, vor allem nicht als Maskottchen. Als wir am letzten Tag vor unserer Abreise Richtung Hamburg unsere heftige Rucksack-Pack-Session hatten, lief er irgendwann an mir vorbei, Yoshi in der Hand, und sagte: “So, wenn du dieses doofe Plastikbaby mitnimmst, pack‘ ich eben Yoshi ein!” Ich war natürlich hellauf begeistert von dieser Idee, auch wenn das wahrscheinlich nicht Christians Plan war. Ich hatte sofort all die knuffigen Fotos im Kopf, mit Baby und Yoshi darauf, zusammen, kuschelnd und so weiter. Großartig!

Also, ich hoffe, du hast dich nicht zu sehr bei dieser Geschichte gelangweilt. Viel Spaß beim Fotos anschauen…

Letzter Tag in Dresden

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